Repetitorium Grundkurs Musik SS 2010

Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts
Personen: fett - Hörbeispiele unterstrichen - wichtige Begriffe in " "


22.06.2010 / 23.06.2010
Gesamtform der Sonate, Gegensätzlichkeit der Themen eines Sonatensatzes, motivisch-thematische Arbeit, Durchführung und Reprise, L. v. Beethovens Klaviersonate op.2 Nr.1 in f-moll, 1. Satz (Arthur Schnabel); zur Geschichte und Form der klassischen Symphonie, W. A. Mozarts Symphonie Nr.28 in C-Dur (KV 200), 1. Satz "Allegro spiritoso"

15.06.2010 / 16.06.2010
Die klassische Sonatensatzform am Beispiel von Joseph Haydns (1732 - 1809) Klaviersonate in D-Dur (Hob. XVI:37), 1. Satz "Allegro con brio": Themenbau, Abkehr von Linearität und Polyphonie, "Themendualismus", Prinzip der Entwicklung, harmonische, motivische, formale Analyse, Einflüsse Scarlattis, Durchführungstechniken, Methoden der Dramatisierung, Abgrenzung "Exposition" und "Durchführung" der Fuge, veränderte Wiederkehr der Themen in der Reprise, die klassische Sonatensatzform vor dem Hintergrund der idealistischen Philosophie, das dialektische Prinzip

08.06.2010 / 09.06.2010
Aspekte der Fugentechnik II – 20. Jahrhundert: die Fächerfuge in Bela Bartoks (1881 - 1945) "Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta": Rhythmik, tonales Konzept ("erweiterte Tonalität"), Struktur des Themas und der Gesamtform, organische Prinzipien, Vorahnung des Phänomens der selbstähnlichen Strukturen; Zur Geschichte der Sonate: Begriffsbestimmung (Form versus Gattung), Vorläufer, Giovanni Gabrielis Interesse an der Organisation des Klangs, die Sonate im Barock, Domenico Scarlattis (1685 - 1757) "Sonate in E" für Cembalo (Ralph Kirkpatrick), freiere Formen im 18. Jahrhundert

18.05.2010 / 19.05.2010
Aspekte der Fugentechnik I – seit der Klassik: W. A. Mozarts (1756 - 1791) Bach-Erlebnis, polyphone Strukturen im letzten Satz der "Jupiter-Symphonie" (Nr.41, C-Dur, KV 551); Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) "große Fuge B-Dur für Streichquartett" op.133: Suche nach Erweiterung des klassischen Formenkanons, das "Poetische", die Ausmaße, Entstehungsgeschichte; kontrapunktische Strukturen, neue tonale Konzepte und Quartenharmonik bei Paul Hindemith (1895 - 1963) Fuga in F aus "Ludus tonalis", Krebsform ganzer Abschnitte

11.05.2010 / 12.05.2010
das "Mathematische" im Werk J. S. Bachs (Douglas R. Hofstadter "Gödel, Escher, Bach"), J. S. Bachs "Musikalisches Opfer": "Ricercare à 3", "Canon cancricans", "Canon per augmentationem, contrario motu", "Canon per tonos" etc., zur Entstehung, das "Thema regium", Widmung, Grenzen des diatonischen Tonsystems, Komplexität der kontrapunktischen Anlage; Logik und Spekulation in Bachs Alterswerk, Generierung und Codierung von Musik aus informationellen Einheiten; zur Erscheinungsform und Realität geistiger Objekte; "Kunst der Fuge": Rekonstruktionsprobleme, Gesamtanlage, spekulativer Charakter, Gipfelpunkt kontrapunktischer Möglichkeiten, Gegenfugen, Spiegelfugen, Nachwirkung, "Contrapunctus 1", Fragment der "Quadrupelfuge": zur Rhetorik des B-A-C-H-Motivs;

04.05.2010 / 05.05.2010
Kontrapunkt: frei und streng, doppelt, drei- und mehrfach; das Bach'sche Werk im Überblick, Vokalmusik, der Musiker des Barock zwischen Theologie und Handwerk, die große Form der Fuge in den oratorischen Werken: "Et incarnatus est", "Crucifixus" und "Resurrexit" aus der "h-moll Messe" (John Elliot Gardiner), "rhetorische Figuren" (Klagesekunde, Kreuzsymbolik, "Lamentobass", "passus duriusculus"), Zahlensymbolik, technischer Anspruch der Bach'schen Vokalpartien; Biografisches: Stationen, Personen, sein Charakter, die Handschrift; Georg Philipp Telemann (1681 - 1767): Konkurrent und Freund, der Humanist Johann Matthias Gesner, die Söhne: u. a. Carl Philipp Emanuel Bach (1714 - 1788) am Hof Friedrichs II. in Potsdam, Johann Christian Bach (1735 - 1782) in London

27.04.2010 / 28.04.2010
zur Gattung des "Präludiums", figurierte Generalbaßharmonik, Virtuosität, Weiterentwicklung des Präludiums im 19. und 20. Jahrhundert: Frédéric Chopin Prélude fis-moll aus op. 28, Claude Debussy "Brouillards" aus Préludes II, Olivier Messiaen "Les sons impalpable du rêve" aus Préludes, pianistische Aspekte; "The Classical Music Archives" als Studienquelle; die große Form der Fuge: Bachs Fantasie und Fuge in g-moll für Orgel, BWV 542

23.03.2010 / 24.03.2010
J. S. Bach "Präludium und Fuge in d-moll" (WK I – Glenn Gould), die Fuge als zentrale Gattung der Barockzeit, Wurzeln im imitierenden Stil, "Sogetto", "Thema" und "Kontrapunkt", die Anlage des "Wohltemperierten Klaviers" (WK - BWV 846-893), zur Technik der Fuge: das "Thema" als Keimzelle aus verschiedenen "Motiven" gebildet, "Dux" und "Comes", die "Fugenexposition", weitere "Themendurchführungen", fragmentierte Themen, "Engführung" des Themas, der "Kontrapunkt" (frei, gebunden), "Sequenzen", "Umkehrungen", "Zwischenspiele", Stimmenvervielfachung, Logik und Konsequenz der Form; zur Kunst der Orgelimprovisation im 17. und 18. Jahrhundert

10.03.2010 / 16.03.2010
Gattungen der Vokalmusik des 16. und 17. Jahrhunderts, Carlo Gesualdo di Venosa (um 1560 - 1613) und die chromatische Madrigalkunst, das Ideal des Mischklangs, Heinrich Schütz "Freue dich des Weibes deiner Jugend" (John Eliot Gardiner); die Epoche des Barock: Überblick zeitliche Gliederung, Johann Jakob Froberger (1616 - 1667), Jean-Baptiste Lully (1632 - 1687), François Couperin (1668 - 1733), Henry Purcell (1659 - 1695), Alessandro Scarlatti (1660 - 1725), Domenico Scarlatti (1685 - 1757), Jean-Philippe Rameau (1683 - 1764) Ouvertüre zum Acte de ballet "Pygmalion" (Gustav Leonhardt), allgemeine Tendenzen, Ratio versus Natur, Entdeckung der Affekte, Illusionismus, Philosophien, der Harmoniebegriff, "musica poetica", politische Rahmenbedingungen und Institutionen der Musikpflege, das konzertierende Prinzip: J. S. Bach Brandenburgisches Konzert Nr. 2 in F-Dur, 3. Satz

03.03.2010 / 09.03.2010
Heinrich Schütz (1585 - 1672) "Italienische Madrigale", Stilelemente, Übernahme der differenzierten Polyphonie und der "coro-spezzato"-Technik im Norden: Michael Praetorius (1571 - 1621) z. B. "Musarum Sioniarum motectae et psalmi latini", Schütz doppelchörige Motette "Singet dem Herrn ein neues Lied" (Psalm 98 - Dresdner Kreuzchor): Anfänge einer deutschen Musikgeschichte, Einflüsse Monteverdis, Beziehung zu J. S. Bach, "die harte Nuß des Kontrapunkts"; Dresden: "Florenz des Nordens", erzwungene Beschränkungen durch den Dreißigjährigen Krieg, Bildnisse

24.02.2010 / 02.03.2010
Entwicklung des Dreiklangs zur zentralen harmonischen Struktur seit dem 16. Jahrhundert, Parallelen in der Malerei, Marin Mersenne "Harmonie universelle" (1636): zum Phänomen der Obertonreihe, Geschichte und Technik des Generalbaßes: Barock als Generalbaßzeitalter, Schriftbild bei Monteverdi, Schütz und Bach; Basslinie und Bezifferung, Aussetzung, Stimmführungsregeln, enge und weite Lage, Freiräume zur Improvisation, die Continuo-Gruppe, J. S. Bach (1685 - 1750) über das Wesen des Generalbaßes; das konzertierende Prinzip

09.02.2010 / 10.02.2010
Das Verhältnis von Sprache und Musik als Stilkriterium, die Monodie, Aufstieg der Instrumentalmusik, die musikalischen Formen "Vesper", "Magnificat", "Psalm", "Antiphon", "Concerto", liturgische Stellung; Monteverdis "Marienvesper" als epochenverbindendes Werk

02.02.2010 / 03.02.2010
Der Dom "San Marco" in Venedig und der Anfang einer musikalischen Raumgestaltung, Giovanni Gabrieli (1557 - 1613), Mehrchörigkeit, "coro-spezzato"-Technik; Polyphonie und Homophonie; Musikalische Gattungen des 15. und 16. Jahrhunderts: "Messe", "Motette" (geistlich, lateinischer Text), "Madrigal", "Chanson", "Lied" (weltlich, Texte in der Landessprache); das Jahr 1600 als Wendepunkt in der europäischen Musikgeschichte; Claudio Monteverdi (1567 - 1643) Madrigal "Se vittorie sì belle": weltliche Inhalte, das "konzertierende Prinzip", Generalbaß, die neue "monodische Form", Instrumentalbesetzungen, Vokalstile; zur Entstehung der Oper, die Rolle der oberitalienischen Fürstenhöfe als Kunstzentren und Stätten des Humanismus, der "Orpheus"-Stoff und der antike "musica"-Begriff, "Toccata" und "Prolog der Musica" aus "L'Orfeo" (die englische Barocksängerin Emma Kirkby); "stile antico" ("prima prattica") und "stile moderno" ("seconda prattica"); die "Alte-Musik-Bewegung" im 20. Jahrhundert, Humanismus und Oper; Nicolaus Harnoncourt und die "historische Aufführungspraxis"