Claudio Monteverdi

1567 - 1643

 
 
 

Auch Claudio Zuan Giovanni Antonio Monteverdi war kein echter Zeitgenosse Luthers und Melachthons mehr, aber ein sehr wichtiger Komponist im Übergang von der Renaissance zum Barock. Am 15. Mai 1567 wurde er in Cremona geboren. Da er aus einer angesehenen Familie stammte, wurde er Schüler des Domkapellmeisters Marco Antonio Ingegneri aus Verona. Mit 15 Jahren komponierte er die Sacrae cantiunculae, nach weiteren Werken wurde er in Gesang und verschiedenen Instrumenten ausgebildet. Im Jahr 1590 trat Monteverdi als Violaspieler in den Dienst des Herzogs von Mantua. Er komponierte bis zum Jahr 1605 fünf Bücher mit Madrigalen und schuf damit eine eigenständige Musiksprache, indem er kompositorische Mittel wie Melodik, Harmonik, Chorbehandlung und Einsatz der Instrumente anwandte, die in der europäischen Musik bis Anfang des 18. Jahrhunderts sehr wichtig waren. Im Jahr 1600 wurde die von Monteverdi definierte neue Harmoniesprache heftig von Giovanni Artusi kritisiert, da sie die Grenzen des polyphonen Gleichmaßes überschritten hätte.

Er wollte den emotionalen Gehalt eines Textes genau übermitteln. Mit seinen beiden Opern L'Orfeo (1607) und L'Arianna (1608) sicherte er sich seinen Rang als Opernkomponist. Diese beiden Opern waren ein bedeutender Entwicklungsschritt. Leider ist die zweite Oper nur in Ausschnitten erhalten. Da seine Kompositionen in Mantua kaum gewürdigt wurden, gab er diese Stelle bald auf und bekam eine der damals wichtigsten Stellen in der Musik in Italien, er wurde Kapellmeister und Dirigent an der Markuskirche in Venedig. Hier schrieb er viele Opern, die zum großen Teil nicht mehr erhalten sind, Messen, Motetten und Madrigale, davon mehrere Bücher. Viele spätere Opernkomponisten sind von ihm beeinflußt. Am 29. November 1643 starb Monteverdi als angesehener Komponist in Venedig.