Xylophontypen
Inhalt:

1. Verbreitungsgeschichte

2. Bedeutung

3. Xylophontypen 4. Stimmung
Holmxylophon

Holmxylophone sind in Zentralafrika heute nur noch sehr selten zu sehen. Nur noch im Norden und Nordwesten kann sich dieser Typus halten. Als Auflage für die Klangplatten dienen zwei Holmen aus Stroh oder Bananenstämmen, die zirka 30 cm voneinander entfernt liegen. Auf dieser Halterung liegen dann leicht abgerundete Klangplatten, die manchmal noch eine Vertiefung in der Mitte aufweisen. Die Anzahl dieser Klangplatten ist bei den Stämmen unterschiedlich. Die Sabanga, eine kleine ethnische Gruppe, die sich nach längeren Wanderungen im Landesinneren niederließ, bezeichnen dieses Instrument "manza". Es hat fünf Klangplatten.



Die Banda dagegen nennen ihr Instrument lengasho. Es hat sogar nur drei Töne und wird trotzdem von zwei Spielern gespielt. Als Ressonatoren werden in beiden Fällen Erdgruben benutzt. Diese Xylophone werden meist nach dem Spielen wieder abgebaut. Dabei werden nur die Klangplatten aufbewahrt, für die Strohbündel oder Bananenstämme gibt es keine Verwendung mehr und sie werden beim nächsten Spielen durch neue ersetzt. Die etwas weiter entwickelten Holmxylophone haben Trenn- oder Haltestifte oder einen Schnurverbund, die verhindern sollen ,dass sich die Klangplatten verschieben und berühren, wodurch der Klang beeinträchtigt werden würde. Solche etwas weiter entwickelte Xylophone werden z.B. von den Zande gespielt. Ihr Holmxylophon, das sie "kponimbo" nennen, besteht aus zwölf Klangstäben und wird von bis zu vier Männern gespielt, die an beiden Seiten des Xylophons sitzen. Jedem von ihnen ist ein bestimmter Teilbereich des Xylophons, nach seinem Können und seiner musikalischen Funktion im Ensemble entsprechend bestimmt, auf dem er spielt.