Xylophontypen
Inhalt:

1. Verbreitungsgeschichte

2. Bedeutung

3. Xylophontypen 4. Stimmung
Bogenxylophon

Das Bogenxylophon wird hauptsächlich bei den Tshokwe gespielt und heißt dort "tshitanda tsha ndjimba" (Singendes). Es wird entweder als Soloinstrument oder mit dem "ndjimba ya kusausulwia" (das begleitet) gespielt, das wie der Name schon sagt das "tshitanda tsha ndjimba" begleitet. Während das "tshitanda tsha ndjimba" siebzehn Klangplatten hat, hat das "ndjimba ya kusausulwia" nur zehn bis elf.

Aufgrund der Größe des Tshitanda tsha ndjimba (ca. 180cm) ist es halbkreisförmig gebogen, damit der Spieler auch im Sitzen bequem alle Töne erreichen kann. Löcher auf, durch die ein Baststreifen gezogen ist, an dem die Klangplatten aufreiht und miteinander verbunden sind. Die Platten sind an zwei halbkreisförmigen Stangen aufgehängt. Seitlich wird das Xylophon von ein elliptisch gebogenen Rohrbügel gestützt, auf den sich der Spieler während dem Spielen setzt. Die Verbindung zwischen dem Gestell und der Klangplattenreihe ist durch zwei Holzstücke hergestellt, die an den Enden der beiden halbkreisförmigen Stangen befestigt sind und gleichzeitig dazu dienen, die Klangplattenreihen vom Gestell abzuspreizen, damit sie frei schwingen können. Unter jeder Klangplatte ist eine Resonanzkalebasse angebracht. Ihre Größe nimmt proportional zur Tiefe der Töne zu. (Auf dem Bild spielen zwei einander gegenüber sitzende ndjimba-Spieler an zwei Bogenxylophonen. Die tiefsten Töne der Instrumente sind immer links vom Spieler. Die große Kalebsse in der Mitte des Bildes gehört zum zweiten Instrument.)



Jede Kalebasse wird mit einem Loch versehen, in das ein kurzes Stück Rohr eingeführt wird. Das untere Ende des Rohrstückes wird mit einer Schutzhülle beklebt. Die Hülle wird von der Spinne "kandawuli", zum Schutz ihres Geleges hergestellt. Diese Membran bewirkt eine Veränderung der Klangfarbe und gleichzeitig eine Verstärkung der Lautstärke. Die Klangplatten (lundjimba) werden aus einem wohlklingenden Hartholz, dem katashia izemba geschnitten.