Techno
Katherina Höfer & Claudia Imre

 

1. Vorwort

2. Chronologische Entstehungsgeschichte der Technomusik * 2.1 Der erste Gedanke - Geräusche als Musik * 2.2 Die ersten Hits * 2.3 Die achtziger Jahre - "Synth-Pop" entwickelt sich zur Technomusik * 2.4 Der "Acid"-Boom * 2.5 Der eigentliche Durchbruch der Technomusik - die erste Loveparade * 2.6 "The Spirit of '91" - das Jahr der Technomusik

3. Techno - ein Oberbegriff für eine Vielzahl verschiedener Stile * 3.1 "Synth-Pop" * 3.2 "Acid" * 3.3 "Jungle" * 3.4 "Drum & Bass" * 3.5 "Trance" * 3.6 "Gabber" * 3.7 "Goa" * 3.8 "Dub" * 3.9 "House"
 
 
 

1. Vorwort

Technomusik ist ein Begriff, der sich keineswegs genau definieren lässt. Technomusik ist von zu vielen Einflüssen geprägt, um hier darzustellen, was eben diese Musik bewirkt und was sie darstellt. Eines ist sicher: Technomusik ist die Musik unserer Zeit und weniger vergleichbar mit vergangenen Musiktrends als je ein Musikstil zuvor. Deshalb ist es schwer zu glauben, dass selbst die Technomusik ihren Standpunkt der Weiterentwicklung vorheriger Musiktrends verdankt. Vielen wird Technomusik fremd vorkommen, da sie sich keine genaue Vorstellung über ihre Entstehung machen können - der Computer als unbegreifliches Instrument.


 

2. Chronologische Entstehungsgeschichte der Technomusik

2.1 Der erste Gedanke - Geräusche als Musik

Der erste Gedanke, technische Musik zu erschaffen, entstand bereits in den ersten Jahren unseres Jahrhunderts. Die Industrialisierung  unseres Kontinents ist bereits eingeläutet und Maschinen und Industrie schlagen einen ununterbrochenen Takt der Zeit.
"Wir finden viel mehr Befriedigung in der Geräuschekombination von Straßenbahnen, Auspufflärm und lauten Maschinenmassen, als beispielsweise im Einüben der 'Eroica' oder 'Pastorale'", heißt es in einem bereits 1913 veröffentlichtem Manifest von Luigi Russolo namens "Kunst der Geräusche".

Der Durchbruch der modernen Musik, die an keine harmonische Regeln gebunden ist, findet bald darauf statt; zunächst noch unter dem Deckmantel der Klassischen Musik. Arnold Schönberg, bekannt durch die Einführung der Atonalität, eine Musikform, die sich als erste von allen bekannten Kompositionsregeln löst, ist einer der ersten Musiker, der nicht nur Harmonie als Musik versteht. Er ist der Komponist, der einen musikalischen revolutionären Schritt vollzog, und es sollen ihm einige Schüler der zweiten Wiener Schule, der auch er angehört, folgen.

Jedoch macht sich diese neuartige Form der Musik noch nicht die Elektronik zunutze, wie es bald darauf in einem neuem Stil der Fall sein soll: Die 'Musique Concréte'. Pierre Schaeffer führt diese Art der Musik, in der sowohl Schreibmaschinengeklapper als auch Sirenengeheule als Stimmen dienen, ein und schreibt "alle Klänge und Geräusche sind Musik". Das Prinzip dieser Musik, auch von John Cage und Karl Heinz Stockhausen praktiziert, Klänge und Geräusche aufzunehmen, auszuschneiden und an bestimmte Stellen eines Musikstückes wieder einzusetzen, ist bereits vergleichbar mit der Vorgehensweise der Computerkomposition. Das "Sampling" macht seine ersten Versuche.

Nicht viel später werden die ersten Versuche einer synthetischen Klangerzeugung gestartet. Zuerst dient hierfür der 'Sinuston'. Seinen Namen verdankt er der aus der Mathematik bekannten Sinuskurve, die ebenso periodisch verläuft wie die Schwingungen dieses Tones. Aber nach verschiedenen Bearbeitungsformen dieser Schwingungskurve, wie z.B. Verkürzung, Verlängerung, Verdichtung und Überlagerung können aus diesem einzigen Klang bereits eine Vielzahl weiterer Klänge produziert werden. Die Idee des Synthezisers ist geboren.


2.2 Die ersten Hits

1972 landet George Kinsley mit "Popcorn" den ersten Hit, der völlig auf elektronischer Klangerzeugung basiert, welcher ebenfalls als Techno-Vorläufer gilt. Jedoch als eigentliche Urväter der Technomusik gelten auch heute noch die deutsche Gruppe "Kraftwerk". 1975 bringen sie ihr viertes Album "Autobahn" auf den Markt. Dieses Album schafft es ohne Probleme in die amerikanischen Hitlisten und soll von nun an viele Musiker inspirieren und zu einer neuen Musik bewegen. Die Welle des Synth-Pop wir gestartet.
 

2.3 Die achtziger Jahre - "Synth-Pop" entwickelt sich zur Technomusik

Die achtziger Jahre beginnen. Von nun an soll sich auch die Technomusik in verschiedene Richtungen entwickeln. Die Welle des Synth-Pop soll noch lange nicht abflachen; aber ein neues Kind wird geboren: Die House-Musik. Ihr Ursprung ist in den USA. Obwohl Disco-Music in den Staaten bereits für tot erklärt wird, lebt sie ab 1980 im schwarzen Gay-Underground von Chicago und New York weiter. Entscheidend hierfür sind zwei legendäre Discos. In New York befindet sich das "Paradise Garage" in dem der DJ Larry Levan nächtelang Underground-Klassiker auflegt. Das "Paradise Garage" prägt im Laufe der Zeit sogar seinen eigenen Musikstil - "Garage Disco", später "Garage House". Zur gleichen Zeit legt in Chicago, in einer Disco namens Warehouse, DJ Frankie Knuckles von Samstagabend bis Sonntagmittag seine Platten auf, von Disco-Klassikern bis Euro-Importen. In beiden Städten sind diese beiden Orte die einzigen für szeneninteressierte Menschen, und bald sprechen diese von "that Sound they play down the House". Dies war die Geburt der House-Musik.

1984 wird in Deutschland die erste Diskothek, die sich ausschließlich auf elektronische Musik spezialisiert, in Frankfurt eröffnet, namens "Technoclub". 1985 ist ein weiteres bedeutendes Jahr der Techno-Geschichte, da das Kultlable "Trax Records" gegründet wird. Weiterhin produziert Juan Attkins, einer der Altväter des Detroit-Techno, die erste Platte, die aus heutiger Sicht schon nach Technomusik klingt. Diese erscheint unter dem Pseudonym seines Projektes "Modell 500" und trägt den Namen "No UFO's". Sie dient anderen Produzenten als Grundlage für alle darauf erschienenen Technoplatten. Seine Inspiration entnimmt er der europäischen Musik wie zum Beispiel "Tangerine Dream" oder wie so viele andere "Kraftwerk".

Im folgenden Jahr entsteht eine neue Variante der Technomusik: "Acid-House". Die Verursacher dieses neuen Trends sind "Phuture" die auf dem Lable "Trax Records" ihre "Acid Tracks" herausbringen. Kurze Zeit später führt die House Formation "Finge4rs Inc." einen weiterer Stil ein: "Deep-House". Der "Deep-House"-Sound zeichnet sich durch die Vielzahl jazziger Elemente und durch gesampelte und später bearbeitete Vocals aus. Auch in diesem Jahr sorgen zwei Tracks für höhere Popularität der Housemusik. Zum einen bringt "Stege, Silke Hurley" seinen Riesenhit "Check ya Body" auf den Markt, zum anderen präsentiert auch in Deutschland der Produzent "Sven Väth" seinen ersten Discorenner. Mit seinem Projekt "OFF" bringt er das Stück "Elektrica Salsa" heraus, das sich zu einem Clubhit in ganz Europa entwickelt.

In Deutschland ist es jedoch das Jahr von "Westbam". Dieser Berliner DJ und Produzent glänzt auf Tanzveranstaltungen durch seine Non-Stop-Music. Er mischt Disco und Soulplatten auf unbegreifliche Weise zusammen, dass aus verschiedenen Stücken ein endloses Meisterwerk wird ohne Unterbrechung und Übergang. Diese "High-Energy-Music", unbestrittener Grundstein der heutigen Housemusik, welche nicht unwesentlich von "Westbam" geprägt wird, war eine Sensation und er sind ganz wenige, die diese Mixtechniken beherrschen. "Westbam" ist einer von ihnen und er hat eine unbeschreibliche Sammlung von Platten; er kauft alles, wo auch nur "House" draufsteht. In diesem Jahr versucht er die erste Berliner House-Party zu organisieren.


2.4 Der "Acid"-Boom

1987 beginnt der große "Acid"-Boom. Entstanden ist dieser Sound eher zufällig ein Jahr zuvor in Chicago, als zwei DJs ("Phuture") mit dem "Roland TB 303" Synthesizer dessen Bassfrequenzen veränderten und daraus ein Lied komponierten. Der "Roland 303" ist auch heute noch einer der meistbenutzten Synthesizern im "Acid"-Bereich. Dieser neue Sound findet sofort großen Anklang im Underground Chicagos, erreicht unwesentlich später auch Deutschland, genauer gesagt den Untergrund Berlins. Dieser Untergrund Berlins wird erst richtig anerkannt, nachdem die erste "Acid-House"-Party in der "Turbine Rosenheim" stattgefunden hat. Eine weitere Adresse für Szenegänger in Berlin ist das "UFO", die "Geburtsstätte der Berliner 'House'-Szene". Diese Adresse ist nur ausgewählten Personen bekannt, da das UFO von Polizei und Behörden gesucht wird, und deshalb gut versteckt liegt. Die illegalen Parties im UFO werden kurzfristig von Monika Dietl, Moderatorin bei "Radio 4U", angekündigt. Das UFO ist ein Lagerkeller einer Kreuzberger Ladenwohnung. Hier tanzen 1988/89 die etwa 50 bis 100 ausgewählten Besucher stundenlang gasmaskiert zu ohrenbetäubendem "Acid"-Gequietsche durch den dicken Nebel, angespornt durch endlose Stroboskop-Blitze.

Zeitgleich tanzt man in den USA zu "Garage", obwohl die Geburtsstätte das "Paradise Garage" bereits ein Jahr zuvor geschlossen wurde. In England werden zu dieser Zeit die ersten "Raves" gefeiert, welche aber nicht allzuviel mit dem heutigen Begriff "Rave" gemein haben. Ersteres besteht aus einem Gemisch von Techno, House und Gitarrensound. Interpreten dieser "Raves" sind zum Beispiel "EMF" mit dem Song "Unbelievable", welche eher in die Skating-Szene einzuordnen sind.

Der Hit des Jahres 1989 ist der "House"-Track "French Kiss", produziert von Lil Luis. In Chicago steht die "House"-Szene durch Kommerzialisierung kurz vor dem Ende. Auch in Deutschland hilft "Westbam" der Housemusik mit der Partyhymne "And Party" zum ersten Schritt aus dem Underground zum Mainstream. In Frankfurt wird ein Musikmagazin namens Frontpage von Armin "Jeff" Johnert und Tallar 2XLC herausgebracht.


2.5 Der eigentliche Durchbruch der Technomusik - die erste Loveparade

1990 ist das Jahr, in dem die Technomusik ihren eigentlichen Durchbruch vollzieht. In Berlin wird die erste Loveparade organisiert. Es wird lange über den politischen Sinn der Loveparade diskutiert, da sie ja offiziell als Demonstration gilt. Einerseits hat die Loveparade einen eher unpolitischen Charakter: "Es gibt uns, wir sind viele, wir sind anders, wir wollen Spaß". Manche Stimmen der Loveparadeanhänger schreiben ihr jedoch sehr wohl einen politischen Charakter zu: "Techno ist deswegen politisch, weil es die Musik demokratisiert hat und sich jeder seine Musik machen kann. Wir brauchen Fehler anderer Jugendbewegungen nicht mehr zu wiederholen. Wir sind keine Antibewegung zur Spießergesellschaft, wir stellen eine Alternative dar." Cord Schnibben, Autor beim "Spiegel": Die Loveparade ist so politisch wie ein Sommerpicknick und so unpolitisch wie eine Friedensdemo, aber wenn Politik die Verständigung darüber ist, wie man zusammenleben will, dann sind drei Tage voller 'Love Peace und Unity' politischer als drei Kilo Parteiprogramm." Der Kultcharakter der Loveparade bleibt in anderen Großstädten nicht unerkannt. Nicht lange Zeit danach wird sie bereits imitiert: 1992 in Zürich, 1994 Köln "Night Move" und 1995 findet der Münchner "Union Move" statt.

Im gleichen Jahr der ersten Loveparade kommt "NY-House" groß heraus. Vom Lable "Strictly Rythm" werden Hits am laufenden Band produziert. Erfolgsproduzent "David Morales" mixt alles, was in den Clubs gespielt wird. Auch "Acid" steht durch kommerzielle Ausbeutung kurz vor dem Ende. Verschiedenste neue Stilrichtungen entstehen in den unterschiedlichsten Regionen. So zum Beispiel "Bleep" in England, welche sich durch hohe Piepstöne und tiefe Bässe auszeichnet. Der bekannteste Track heißt "Tricky Disko". Auch Belgien gilt als Entstehungsstätte für einen neuen Stil. Hier bildet sich aus "EBM" und "Industrial" "New Beat".
 

2.6 "The Spirit of '91" - das Jahr der Technomusik

1991 bringt "Nervous Records" Stücke mit einem neuen Sound auf den Markt. Dieser nennt sich "Jazz-House" und ist angelehnt an den schon von früher bekannten "Deep House".

Von nun an bewegt sich die Technomusik unaufhaltsam Schritt für Schritt aus dem Underground in Richtung Mainstream. Die stetig wachsende Zahl der Anhänger dieser Bewegung bleibt auch dem allgemeinen Markt nicht vorenthalten, so dass die Kommerzialisierung mit großen Schritten heraneilt. Der Merchandisingbereich wird stark ausgebaut. Schlechte Techno Compilations der großen Plattenfirmen überschwemmen den Markt. Techno wird zum Pop der Neunziger. Jedes Jahr verdoppelt bis vervierfacht sich die Anzahl der Tanzenden, die Verwirklichung des Grundgedankens der Loveparade dagegegn halbiert sich .


 

3. Techno - ein Oberbegriff für eine Vielzahl verschiedener Stile

Mit dem Wort Technomusik lässt sich heutzutage längst nicht mehr die Menge der verschiedensten untergeordneten Stile beschreiben. Teilweise gleichen diese sich, dass sich für den Laien kaum ein Unterschied bemerkbar macht, andererseits unterscheiden sie sich in Geschwindigkeit und verwendeten Sounds so sehr, dass es auch dem nicht geschulten Ohr direkt auffällt.
 

3.1 "Synth-Pop"

"Synth-Pop" ist die wohl erste elektronische Musik, die auf dem Markt aufgetaucht ist. Von harten Bass-Schlägen in monoton gleichbleibendem Takt, wie man es von heutiger Technomusik gewöhnt ist, kann hier noch keineswegs die Rede sein. Vielmehr handelt es sich dabei um einen Pop-Rhythmus, der mit den ersten Syntheziserklängen übermalt ist, wie der Name bereits sagt. Den ersten Syntheziserhit landete George Kinsley mit dem Lied "Popcorn" im Jahr 1972. Wenig später folgten ihm weitere Künstler, hauptsächlich beeinflusst durch die Synth-Pop Veteranen "Kraftwerk", wie Jean-Michel Jarre, "Vangelis", "Depeche Mode" oder "YELLO"
 

3.2 "Acid"

"Acid" ist auch nur wieder ein Oberbegriff für zahlreiche Unterstilarten, wie "Acid-House" oder "Acid-Trance". Charakteristisch für "Acid" sind die quietschenden Sounds des "Roland TB 303"-Synthezisers, welcher für die Produktion eines "Acid"-Tracks unumgänglich ist.
Einst wurde dieser Syntheziser für die Unterstützung von Gitarrenmusik entwickelt, fand bei dessen Anhängern jedoch nicht viel Anklang und fand nach zufälliger Entdeckung durch zwei Technoproduzenten aus Chicago seinen festen Platz in der "Acid"-Szene. Der Beat bleibt bei dieser Stilart eher langsam und zurückhaltend. Hörbar werden diese "Acid"-Geräusche zum Beispiel auf den ersten Platten von Prodigy.


3.3 "Jungle"

"Jungle" ist der für London typische Musikstil. In Anlehnung an Duke Ellington werden dabei rasant rückwärts laufende "Jazz-Drum-Patterns" mit "Hip-Hop Drumloops" gekreuzt und das Ergebnis mit hochgepitchten "Reggae-Grooves" übermalt. Jungle ist mit 140 - 160bpm der bisher schnellste Rhythmus aus England.
 

3.4 "Drum & Bass"

"Drum & Bass" ist mehr oder weniger ein Produkt der "Jungle"-Musik, obwohl es in der Geschwindigkeit deutlich langsamer ist. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch wegen der eingebauten jazzigen Elemente ist es eine eher leichte und ruhige Musik. Das gewirbelte Schlagwerk mit Betonung auf der ersten und viereinhalbten Zählzeit und die geschleiften Drumloops sorgen für den bei "Drum & Bass" typischen Breakbeat. "Drum & Bass" entstand genau wie "Jungle" in London. Die genauere Geburtsstätte ist das "Blue Note", eine Diskothek im Londoner Zentrum, welches die Residenz der "Metallheadz" ist. Die "Metallheadz" ist das wohl bekannteste "Drum & Bass"-Label und wurde vom Londoner DJ "Goldie" gegründet. Die deutschen "Drum & Bass"-Zentren sind Mannheim, Köln und Berlin.
 

3.5 "Trance"

"Trance" ist eine Mischung aus langsamen Beats, ca.100bpm, und monotonen, dich durchgehend wiederholenden Elementen von "Ambient"-Geräuschen und Syntheziser-Sounds. Der Beat ist gradlinig und nicht gebrochen. Das Charakteristischste an "Trance"-Musik sind die weichen und durchgehenden Flächen, die den Hörer zum "Abheben" bringen; aus diesem Grund ist "Trance"-Musik neben "Ambient" auch die in den "Chill-Out-Areas" am meisten gespielte Musik. "Ambient" ist eine Art "Trance"-Musik, nur noch langsamer, was es fast zur Meditationsmusik werden lässt. Oft werden für "Ambient" Geigen als Flächen eingesetzt.


3.6 "Gabber"

"Gabber" ist der "Speed-Metal" der Technoszene. Mit 180 - 500bpm ist "Gabber" die schnellste aller Technoarten. Holländischer "Speed-Gabber" geht an die Grenzen des Erträglichen. Selbstverständlich gibt es auch langsamere Arten von "Gabber", was dann wiederum "Happy Hardcore" genannt wird, und mit 160bpm und aufwärts schon leichter tanzbar ist.
 

3.7 "Goa"

"Psychodelic Goa Trance", wie es auch genannt wird, hat seinen Ursprung in der indischen Provinz Goa. Sven Väth war es, der aus seinem jährlichen Urlaub diesen Sound mitbrachte und der "Hardcore"-Szene in Europa entgegensetzte. Sein Album "Accident in Paradise" definiert diesen Sound.
 

3.8 "Dub"

"Dub" ist moderner clubtauglicher elektronischer "Space-Reggae". Enstanden ist "Dub" auf Jamaika, als die dort ansässigen MCs die "B-Sides" ihrer Platten, auf denen die Stücke der "A-Sides" instrumental aufgenommen wurden, im Studio remixten. Die für "Dub" typische Form des Remixens ist der hintereinandergekoppelte Einsatz verschiedener Effekte, hauptsächlich Echo, Delay und Hall.
 

3.9 "House"

"House" ist, hingegen aller Vermutungen, keine Stilart von Techno. Die Hauptelemente sind groovige Hihats und Claps. Die Geschwindigkeiten der Housemusik liegen bei ca.100bpm bis 130bpm. Wie auch bei Techno haben sich bei der Housemusik verschiedenste Unterstilarten entwickelt. So zum Beispiel "Vocal House", das sich durch Gesang, meistens aus älteren Soulstücken gesampelt, auszeichnet. Eine der ersten Formen der Housemusik ist "Detroit House", das etwas dumpfer und schneller klingt. Sobald "House" mit mehreren Percussion-Instrumenten versehen wird, nennt man es "Harthouse".